Damit nicht nur die Sonne lacht - So genießen wir Sonnenschein sicher und gesund

Der lange Winter ist vorbei, der Frühling vollendet und nun freuen wir uns über die länger werdenden Tage und die warmen Nächte. Wieder einmal klagen wir über den nächtlichen Besuch der Moskitos und freuen uns wie Kinder, wenn wir morgens aufwachen und die Sonne durch das Fenster scheint.

Man sagt den Südländern nicht umsonst eine Frohnatur, ein hitziges Temperament und heißes Blut nach, denn sie genießen strahlenden Sonnenschein fast das ganze Jahr über. Wir hingegen sind nach den langen Wintermonaten oft ein wenig ausgehungert und viele von uns haben nichts sehnlicher erwartet, als den Besuch im Freibad oder den Ausflug an den See. Doch die Sonne lacht nicht nur, sie ist auch ein lebensspendender Lieferant wichtiger Wirkstoffe. Und ihre Strahlen können auch weniger schöne Auswirkungen haben. Unser mächtigster Himmelskörper sollte mit Respekt und Vorsicht genossen werden, damit wir möglichst lange und unbeschwert etwas davon haben. Um all diese verschiedenen Einflüsse, die die Sonne auf unseren Körper hat, dreht sich dieser Artikel.

Die Sonne als unser Vitamin-D-Lieferant

Vitamin D ist ein für den Körper lebenswichtiges Vitamin. Es ist auch das einzige Vitamin, welches wir in unserem Körper selber herstellen können. Das macht die Sonne möglich, denn die Sonnenstrahlen oder UV-Strahlen sorgen dafür, dass unsere Haut Vitamin D selber herstellen kann. Etwa eine halbe Stunde Sonne täglich sollten wir uns gönnen, damit wir ausreichende Mengen an Vitamin D produzieren können, laut einer Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung. In unseren Breitengraden ist dies nicht immer so einfach. Ganz besonders im Winter mangelt es oft an Sonnenlicht, doch auch im Sommer haben wir manchmal Pech, und wochenlang scheint die Sonne kaum wie erhofft. Dann kann es empfehlenswert sein, seine Ernährung so anzupassen, dass möglichst viel Vitamin D zugeführt wird. 

Wenn das Sonnenlicht fehlt, stockt man also am besten den Vorratsschrank auf. Zu den Lebensmitteln, die Vitamin D2 oder D3 enthalten, gehören unter anderem die folgenden:

  • Lebertran
  • Räucheraal
  • Lachs
  • Angereicherte Margarine
  • Avocados
  • Steinpilze
  • Champignons
  • Rinderleber
  • Käse
  • Butter

Ein Vitamin-D-Mangel kann unangenehme Folgen haben. Unter anderem glauben viele, dass die Ursache der Winterdepression ein Mangel an Vitamin D ist. Ob das stimmt oder nicht: Der Winter-Blues hat zumindest die gleiche Ursache wie ein Vitamin-D-Mangel - nämlich einen Mangel an Sonnenlicht. Das Vitamin selber ist aber unter anderem tatsächlich mitverantwortlich für: 

  • die Erhaltung normaler Knochen und Zähne,
  • ein normal funktionierendes Immunsystem,
  • es unterstützt die Muskelfunktion
  • unterstützt die Zellteilung
  • unterstützt die Verwertung von Calcium und Phosphor

Gönnen wir uns also am besten Sonnenlicht, so oft wir können. Es produziert Vitamin D in unserem Körper und hat den schönen Nebeneffekt, dass es gleichzeitig die Stimmung hebt.

UVA- und UVB-Strahlen: Wo liegt der Unterschied und welche Wirkung haben sie?

UVB-Strahlen sind kurzwellige Strahlen, die bis in die Epidermis, die oberste Hautschicht gelangen. Dort sind sie unter anderem mitverantwortlich für die Bildung der Hornhaut. Sie sind, wie schon erwähnt, ebenfalls verantwortlich für die Vitamin-D-Synthese.

UVA-Strahlen sind langwellige Strahlen, welche bis in die tiefsten Schichten der Haut eindringen können. Sie können Sonnenbrände auslösen und könnten ebenfalls für die Entstehung von Melanomen verantwortlich sein. Mit dem menschlichen Auge sind die ultravioletten Strahlen nicht sichtbar. Doch auch, wenn man sie nicht sehen kann, sollte man dennoch die Horn- und Netzhaut der Augen schützen, denn UV-Strahlen können bei ungeschützten Augen auf Dauer Schaden anrichten.

Ist die Sonne eine Gefahr für unsere Augen?

Wem ist schon einmal aufgefallen, dass die Augenfarbe sich nach viel Sonneneinstrahlung verändern kann? Dass wir blinzeln und unsere Pupillen sich verengen, wenn wir in die Sonne schauen, ist ein Zeichen dafür, dass unsere Augen über einen natürlichen Sonnenschutzmechanismus verfügen. Die Pupillen verengen sich, damit so wenig wie möglich Sonnenlicht das innere Auge erreicht. Der natürliche Schutzmechanismus alleine reicht jedoch nicht aus: Es empfiehlt sich unter anderem eine Sonnenbrille mit einem UV-Schutz von 400 zu tragen, um unsere Augen auch auf Dauer zu schützen.

Während Schäden am Auge über einen längeren Zeitraum entstehen und erst spät bemerkt werden, bemerkt man z.B. die Folgen eines Sonnenbrandes so ziemlich direkt.

Warum es so wichtig ist, sich vor einem Sonnenbrand zu schützen

Es gibt viele Stufen von Hautverbrennungen. Ein leichter Sonnenbrand, welcher einmalig vorkommt, ohne Komplikationen verläuft und innerhalb eines Tages wieder verschwunden ist, stellt wohl keine Gefahr dar. Gefährlich kann es werden, wenn sich ein Sonnenbrand wiederholt, selbst bei einem leichten Sonnenbrand.

Ein Sonnenbrand entsteht, wenn UV-Strahlen längere Zeit auf die Haut gerichtet sind. Die kurzwelligen UVB-Strahlen, welche bis in die oberste Hautschicht dringen sind dabei genauso potenziell gefährlich wie UVA-Strahlen.

Bei einem Sonnenbrand geschehen viele Dinge gleichzeitig in unserem Körper. Schmerzen signalisieren unserem Gehirn, dass etwas in unserem Körper nicht stimmt. Die Durchblutung wird erhöht, das Immunsystem schlägt Alarm und eilt zu Hilfe, die Blutgefäße erweitern sich, die Haut schwillt an und wird rot. Der Körper versucht, die geschädigten Hautzellen so schnell wie möglich zu reparieren, damit die DNA nicht auf Dauer geschädigt wird. Dass UV-Strahlen Krebs auslösen können, weiß inzwischen jedes Kind. Wenn man sich mehr als 10 Minuten in der Sonne aufhält, sollte man daher einfach kein Risiko eingehen, sondern ein Sonnenschutzmittel auflegen.

Welche Arten von Sonnenschutzmittel gibt es?

Es gibt die verschiedensten Arten von Sonnenschutzmitteln zur äußerlichen Anwendung. Die Mittel beruhen teilweise auf Öl, Gel oder Milch bzw einer flüssigen Emulsion oder als Creme. Welchen Typ Sonnenschutzmittel man verwendet und welche Inhaltsstoffe man bevorzugt oder vermeidet, das ist wahrscheinlich Geschmackssache. Was nicht Geschmackssache ist, ist der Schutzfaktor. Je höher der Schutzfaktor, desto besser ist in der Regel die Sonnencreme für ein Sonnenbad geeignet.

Eine kühlende Lotion, z. B. mit Aloe Vera pflegt die Haut besonders, wenn man längere Zeit in der Sonne verbracht hat. Eine lauwarme Dusche und die Zufuhr von viel Wasser unterstützt die Haut ebenfalls bei der Erholung und Regenerierung nach einem Sonnenbad.

Genießen wir die gewaltige Kraft der Sonne

Die Sonne entstand vor ca 4,6 Milliarden Jahren. Sie wird “nur noch” ca. sechs Milliarden Jahre brennen und mit jedem Millenium, in dem unsere Erde weiterhin die Einstrahlung der Sonne genießt, wird sie wärmer. Im Laufe dieser Entwicklung wird die Erde durch die Einwirkung heißer und heißer, sodass die Meere eines fernen Tages verdampfen, und unsere Sonne wird sich nach und nach in einen sogenannten roten Riesen verwandeln.

Was wir aber heute und unser Leben lang genießen dürfen, sind die positiven Auswirkungen der Sonnenstrahlen. Sie hilft uns, unseren Vitamin-D-Haushalt aufzupeppen und sie vertreibt die grauen, tristen Wintertage. Sie gibt uns ein wenig Sonnenbräune, über die viele von uns sich freuen. Sie ermöglicht das Picknick im Park bei strahlendem Wetter, den Besuch im Tierpark und im Biergarten, den Fahrradausflug mit Freunden und all die kleinen Annehmlichkeiten, die trockenes und warmes Wetter mit sich bringen. Solange wir sie mit ein wenig Bedacht genießen, ist die Sonne unser Freund. Am besten schützen wir uns aber vor zu viel Hitze, trinken ausreichend Wasser und haben immer ein kleines Fläschchen Sonnenschutz dabei. So genießen wir den größten Stern in unserem Himmel am besten.