7 wirkungsvolle Hausmittel gegen trockene Haut

Jeder von uns hatte schon einmal trockene Haut und besonders zu den kälteren Jahreszeiten tritt sie wieder häufiger auf: Die Haut juckt, sie spannt und ist unangenehm rau – ein unschönes, aber vermeidbares Problem. Trockene Haut kann ein Symptom verschiedener Erkrankungen sein oder aber einfach typbedingt auftreten. Ganz gleich woher sie kommt, die meisten greifen beim ersten Anzeichen von trockener Haut zu handelsüblichen Cremes und Lotions, die zwar die trockene Haut vorerst verschwinden lassen, aber mit allerlei Chemikalien gespickt sein können. Daher erfährst du in diesem Artikel nicht nur, wie trockene Haut entstehen kann, sondern auch wie du deine Haut mit natürlichen Mitteln geschmeidig hältst. 

Die Haut – unser größtes Organ

Die Haut ist unser größtes Organ und dient vor allem zum Schutz vor Bakterien und ähnlichen unerwünschten Eindringlingen und zur Regulation der Körpertemperatur. Natürlich ist die Haut auch gleichzeitig ein Sinnesorgan, mit dem wir mit unserer Umwelt in physischen Kontakt treten. Feinste Nerven ermöglichen es uns, die Beschaffenheit verschiedenster Materialien und unterschiedliche Temperaturen wahrzunehmen. Nur selten nehmen wir unsere Haut als das vielfältige Organ wahr, das sie ist. Aber spätestens, wenn uns trockene und juckende Haut stören, richten wir unseren Fokus auf unsere wundersame Hülle.

Die verschiedenen Ursachen für trockene Haut

Trockene Haut kann viele verschiedene Ursachen haben. So kann sie beispielsweise auf chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus hinweisen oder ein Symptom einer Hautkrankheit, wie beispielsweise Neurodermitis oder Schuppen(-flechte), sein. Diese Erkrankungen sollten natürlich von einem Fachmann oder einer Fachfrau behandelt werden und sind nicht mit Hausmitteln ausreichend behandelbar.

Aber auch die Belastung durch Umwelteinflüsse, die Einnahme von Medikamenten, lange Sonnenbäder oder trockene Luft können eine Belastung für unsere Haut sein. Viele Frauen nutzen zum Abschminken verschiedene Mittelchen oder waschen ihre Haut zu oft, was die Haut auf Dauer austrocknet. Auch der natürliche Alterungsprozess oder eine entsprechende genetische Veranlagung können das Auftreten trockener Haut begünstigen.

Aber was genau geschieht dabei eigentlich in und auf der Haut? Trockene Haut ist eine Störung der Hautfunktion, denn oftmals fehlen in der obersten Hautschicht bestimmte Hautfette, wodurch weniger Feuchtigkeit in der Haut gehalten werden kann. Äußerlich erkennen wir dies am spröden, rissigen und rauen Hautbild, wir spüren es am Juckreiz und die Folge dessen ist, dass die Haut durch den Verlust der Feuchtigkeit durchlässiger für Schadstoffe und Bakterien wird – ihre Funktion ist somit eingeschränkt, weswegen man bei trockener Haut von einer Störung der Hautfunktion spricht. Die Kombination aus Veranlagung zu trockener Haut, einem extrem trockenen Winter und häufigem Waschen, kann die Haut langfristig austrocknen. Um diesen Vorgang in seiner Gänze verstehen zu können, sollten wir einen Blick auf den Aufbau der Haut werfen!

Wie ist unsere Haut aufgebaut?

Du kannst dir deine Haut wie eine Ziegelsteinwand aus Hautzellen vorstellen. Mehrere Lagen Hautzellen reihen sich übereinander und die Zwischenräume sind mit Hautfetten abgeschlossen. Diese so stabil verbundenen Hautzellen bilden eine Barriere für Bakterien, Schadstoffe und ähnliches. Gleichzeitig ist der Körper durch gesunde Haut vor dem Verlust von Feuchtigkeit geschützt. Auch die Feuchthaltefaktoren, wie beispielsweise das dir bestimmt bekannte Urea, helfen bei der Regulation des Feuchtigkeitsgehalts der Haut.

Kommt es also zu einem Mangel an Hautfetten und Feuchthaltefaktoren, steigt der Feuchtigkeitsverlust über die Haut und Fremdstoffe können leichter durch die Haut eindringen. Grund dafür ist, dass die Hautzellen nicht mehr optimal miteinander verbunden sind und so kleinste Lücken entstehen, durch die sowohl Feuchtigkeit nach außen, als auch Fremdstoffe nach innen gelangen können. Wir nehmen diese nicht mehr ganz intakte Haut als „trockene Haut“ wahr, denn sie ist genau das: Durch den Feuchtigkeitsverlust ausgetrocknet. Gerade zum Winter hin passiert dies häufiger. Auch wenn der Griff zu handelsüblichen Cremes logisch scheint, enthalten diese doch Stoffe, die die Haut zusätzlich austrocknen und somit für eine zusätzliche Belastung der Haut sorgen können. Nicht selten haben wir nach einem Spaziergang durch die kalte Luft im Winter mit trockener Gesichtshaut zu kämpfen. Mit Hausmitteln können wir unsere Haut beim Aufbau helfen, ohne sie zusätzlich durch chemische Stoffe zu belasten.

Hausmittel gegen trockene Haut

Die Natur bietet uns mehr als ein bewährtes Hausmittel, um die Haut besonders in den kalten Monaten zu unterstützen und die optimale Feuchtigkeitsversorgung wiederherzustellen. Achte darauf Seifen mit einem neutralen pH-Wert zu verwenden, um deine Haut nicht zusätzlich auszutrocknen. Besonders nach dem Duschen und Baden bietet es sich an der Haut bei der Feuchtigkeitsregulation zu helfen und sich selbst mit einer selbst hergestellten Creme oder Gesichtsmaske zu verwöhnen. Einige dieser Hausmittel für die natürliche Hautpflege lernst du nun kennen! Beachte aber bitte: Jeder Mensch ist anders, das heißt während ein Hausmittel bei einer Person gut wirkt, kann es sein, dass deine Haut es ganz anders aufnimmt. Hier gilt: Probieren geht über Studieren!

1. Kokosöl

Kokosöl ist besonders wirkungsvoll bei trockener Haut, da es der Haut nicht nur bei der Regulation des Feuchtigkeitshaushalts hilft, sondern auch wirkungsstark gegen Bakterien und Keime ist. Der verminderte Eigenschutz der Haut kann also mit Kokosöl verstärkt werden. So hilft Kokosöl angewendet als Creme nicht nur zur Behandlung trockener Haut, sondern auch gegen Pickel und unreine Haut. Das Kokosöl kann am ganzen Körper als Creme angewendet werden. Damit es möglichst gut gegen die trockene Haut wirkt, solltest du beim Kauf darauf achten zu einem nativen Kokosöl zu greifen, denn dieses enthält alle für deine Haut wichtigen Nährstoffe.

2. Aloe Vera

Aloe Vera ist ein starkes Mittel gegen trockene Haut. Frische Aloe Vera-Blätter findest du zumeist in Reformhäusern oder Bioläden. Schneide die harte äußere Schicht der Blätter ab und püriere das fast durchsichtige Blattinnere mit ein wenig Wasser zu einer sämigen Masse. Diese Masse kannst du als Maske oder Creme für die verschiedensten trockenen Stellen deiner Haut anwenden.

3. Avocado

In Avocados sind Enzyme versteckt, die prima bei trockener Haut helfen. Natürlich schmecken Avocados fantastisch, sie lassen sich aber auch zu einer Masse pürieren, die dann als Gesichtsmaske verwendet werden kann. Die Avocadomasse dazu einfach 20 Minuten auf der gereinigten Haut belassen und anschließend mit warmem Wasser abwaschen. Diese Maske kann täglich angewendet werden und mit zusätzlichen Helfern, wie Honig, Kokosöl, Mandelöl oder Olivenöl verfeinert werden. Falls du im Winter besonders an den Beinen von trockener Haut geplagt bist, kannst du diese Maske natürlich auch partiell an diesen Hautstellen auftragen! Auch zur Haarpflege kannst du diese Mischung bei trockenen Haaren anwenden.

4. Honig

Honig ist besonders beim lästigen Jucken trockener Haut ein wirkungsvolles Mittel zur Linderung. Überaus praktisch lässt sich der Honig auf der Gesichtshaut in Form einer den Juckreiz lindernden Maske einsetzen, die der Haut gleichzeitig auch Feuchtigkeit zurückgibt. So kann beispielsweise eine 1:1 Mischung aus Honig und Rosenwasser hergestellt werden, die täglich 20 Minuten als Maske auf der trockenen Gesichtshaut aufgetragen – die Augen werden natürlich ausgespart - werden sollte. Andernfalls kann die Mischung aus Honig und Rosenwasser auch morgens und abends zum Abwaschen des Gesichts verwendet werden. Nach der Anwendung sollte die Haut mit klarem Wasser gereinigt werden. Ganz nebenbei wirkt Honig dank seiner vielfältigen Enzyme auch wunderbar gegen Pickel und unreine Haut!

Auch eine Mischung aus Joghurt und Honig kann als Maske regelmäßig bei trockener Haut angewendet werden.

5. Haferflocken

Eine häufige Frage ist, wie die Haut schonend von Make-Up befreit werden kann, ohne dass die Haut austrocknende Mittelchen verwendet werden müssen. Die Antwort ist leicht: Vermische einfach einen Esslöffel Haferflocken mit etwa zwei Esslöffeln warmen Wasser zu einem Brei. Dieser Brei lässt sich wunderbar zur Entfernung von Make-Up verwenden – und das ganz ohne die Haut auszutrocknen.

6. Karottensaft

Frisch gepresster Karottensaft als Zusatz im Badewasser oder als Mittel zum Einreiben gegen trockene Haut wirkt wunderbar. Natürlich kann der Karottensaft auch als Getränk genossen werden!

7. Tonerde

Tonerde enthält unglaublich viele nützliche Nährstoffe, die unserer Haut in Form von mit Wasser angemischten Masken beim Aufbau der natürlichen Schutzschicht hilft. Eine solche Maske kannst du wöchentlich ein- bis zweimal für 20 Minuten auf deine trockenen Hautstellen auftragen.

Schlusswort

Nun kennst du einige Tipps gegen trockene Haut, die dir durch den Winter helfen werden. Falls du ein Fan von Schüssler-Salzen bist, dann können dir die Schüssler-Salze Natrium Chloratum Nr. 8 und Kalium aluminium sulfuricum NR. 20 weiterhelfen. Vergiss auch nicht täglich mindestens 1,5 Liter Wasser zu trinken – auch dies hilft deiner Haut, den natürlichen Feuchtigkeitsgehalt aufrechtzuerhalten!